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Localex

Sicherheit: was auf Ihrem Gerät bleibt

Aktualisiert am 29. September 2026

Kurz gesagt

  • Ihre Dokumente werden in Ihrem Browser verarbeitet. Sie werden nie an einen Server gesendet, auch nicht für die KI-Funktionen.
  • Während der Verarbeitung verlässt nichts Ihr Gerät. Sie können das mit der Registerkarte „Netzwerk“ Ihres Browsers oder durch Trennen der Verbindung überprüfen.
  • Der Wiederherstellungsschlüssel wird auf Ihrem Gerät verschlüsselt und bleibt dort.
  • Das Tool unterstützt Sie. Die Durchsicht ist verpflichtend, und das Ergebnis bleibt in Ihrer Verantwortung.

Wie das Tool arbeitet

Wenn Sie Localex öffnen, lädt Ihr Browser die Seite und ihren Code von der Domain der Website. Danach geschieht alles auf Ihrem Gerät:

  1. die Datei lesen und den Text auslesen;
  2. die zu verbergenden Daten erkennen;
  3. sie nach den gewählten Strategien ersetzen;
  4. Durchsicht, Leckprüfung und Export.

Die aufwendigen Aufgaben (PDF lesen, Erkennung, Texterkennung, KI) laufen in Web Workers: getrennten Ausführungssträngen innerhalb Ihres Browsers. Sie geben ihre Ergebnisse nur an die Seite weiter.

Ihre Dokumente bleiben im Speicher des Tabs. Wenn Sie den Tab schließen, sind sie gelöscht. Im Aktenmodus (freigeschaltete Funktion) können die Dateien im Speicher des Browsers (IndexedDB) aufbewahrt werden. Sie werden nach 24 Stunden automatisch gelöscht, und Sie können sie vorher löschen.

Auch die KI-Funktionen laufen auf Ihrem Gerät. Die Modelldateien werden einmal von der Domain der Website heruntergeladen und dann im Cache des Browsers aufbewahrt. Es wird keine Online-KI aufgerufen und kein Inhalt an eine API gesendet.

Die Inhaltssicherheitsrichtlinie (Content Security Policy) erlaubt der Seite nur Verbindungen zur Domain der Website. Es werden keine Skripte Dritter geladen: keine Statistik, keine Werbung, keine Widgets. Sie können diese Richtlinie in den Kopfzeilen der Seite nachlesen: Registerkarte „Netzwerk“, erste Anfrage, Header Content-Security-Policy.

Was Ihr Gerät verlässt, und wann

ZeitpunktWas gesendet wirdEmpfänger
Verarbeitung eines DokumentsNichts·
Aufruf einer SeiteEine gewöhnliche Anfrage: IP-Adresse, Browser, aufgerufene SeiteDer Hoster der Website (Hostinger, Server in der EU)
Beim Verlassen der SeiteNutzungszähler: Summen, zum Beispiel „ein Dokument verarbeitet, Format PDF“, ohne Inhalt und ohne KennungDas Register von Avlex, über unseren Server
Freischaltung, auf Ihren WunschIhre E-Mail-Adresse, die Einwilligungen, die Sie ankreuzen, die freiwilligen Felder, die Sie ausfüllen, Ihre Telefonnummer, wenn Sie den Anruf annehmenDas Register von Avlex, über unseren Server
Herunterladen einer KI-DateiIhr Lizenz-Token, sonst nichtsUnser Server, der die Lizenz beim Register von Avlex prüft
Seite „Einstellungen“Ihr Einstellungs-Token und Ihre AuswahlDas Register von Avlex, über unseren Server

Die Freischaltung erfolgt nur, wenn Sie sie anfordern. Die Bestätigungs-E-Mail wird von Avlex versendet. Die Daten und Speicherfristen sind in der Datenschutzerklärung im Einzelnen beschrieben.

Überprüfen Sie es selbst

Sie müssen uns nicht beim Wort nehmen. Zwei Tests genügen, ohne besondere Software.

Mit der Registerkarte „Netzwerk“ des Browsers

  1. Öffnen Sie das Tool auf der Startseite.
  2. Öffnen Sie die Entwicklertools: F12 oder Strg+Umschalt+I (Windows), Cmd+Option+I (Mac). Wählen Sie die Registerkarte Netzwerk (Network).
  3. Aktivieren Sie die Option, die das Protokoll beibehält (Preserve log), und leeren Sie die Liste.
  4. Laden Sie ein Dokument, starten Sie die Erkennung, sehen Sie das Ergebnis durch und exportieren Sie.
  5. Prüfen Sie die Liste:

    • alle Anfragen gehen an die Domain der Website;
    • keine enthält Ihr Dokument, seinen Text oder die erkannten Daten;
    • erscheint eine Anfrage an /api/metrics, öffnen Sie sie: ihr Inhalt (Payload) besteht nur aus Zählern.

Offline-Test

  1. Öffnen Sie das Tool mit aktiver Verbindung. Verarbeiten Sie zuerst ein Testdokument im selben Format: Manche Teile des Codes werden erst bei der ersten Nutzung geladen.
  2. Trennen Sie die Verbindung: WLAN ausschalten, Kabel ziehen oder Offline in der Registerkarte „Netzwerk“ wählen.
  3. Laden Sie Ihr Dokument, verarbeiten und exportieren Sie es.

Die Verarbeitung gelingt ohne Netzwerk, denn sie hängt von keinem Server ab. Nur die Freischaltung und das erste Herunterladen der KI-Dateien erfordern eine Verbindung.

Was der Zähler „0 Byte gesendet“ misst

Der Zähler addiert, was die Seite während der Verarbeitung eines Dokuments sendet. Er bleibt bei 0, weil die Verarbeitung nichts sendet. Die Seite berechnet ihn selbst: Er ist ein Anhaltspunkt, kein Beweis. Die beiden Tests oben hängen dagegen nicht von uns ab.

Leckprüfung und verborgene Daten

Vor jedem Export liest das Tool die erzeugte Datei erneut ein, nicht die Vorschau auf dem Bildschirm. Es sucht darin jeden ursprünglichen Wert und seine Varianten:

  • DOCX: alle Teile der Datei, einschließlich Kopf- und Fußzeilen, Fußnoten, Kommentare, Dokumenteigenschaften (docProps) und benutzerdefinierte Daten (customXml);
  • PDF: der gesamte Text und die Metadaten.

Das Ergebnis lautet „0 Lecks“ oder ist eine Liste von Fundstellen, die den Export sperrt, bis sie behoben sind.

Die Prüfung sucht nach den Werten, die das Tool kennt: denen, die es erkannt hat, und denen, die Sie hinzugefügt haben. Eine Angabe, die nie erkannt wurde, kann sie nicht finden. Deshalb bleibt die Durchsicht verpflichtend.

Das Tool bereinigt auch verborgene Daten:

  • DOCX: Kommentare, nachverfolgte Änderungen (angenommen oder abgelehnt, nach Ihrer Wahl), Autor und Firma in den Metadaten, Miniaturansichten;
  • PDF: Info- und XMP-Metadaten, Anmerkungen, Anhänge, Formularfelder;
  • Bilder: EXIF-Daten.

In ein Dokument eingebettete Bilder werden gemeldet. Sie können ihren Text per OCR auslesen (freigeschaltete Funktion), sie entfernen oder mit einem Warnhinweis behalten. Text in einem Bild wird nur geprüft, wenn er per OCR ausgelesen wurde.

Echte Schwärzung von PDF-Dateien

Eine Scheinschwärzung legt ein schwarzes Rechteck über den Text. Der Text bleibt darunter erhalten: Man kann ihn markieren, kopieren oder durchsuchen.

Localex geht nie so vor. Es bietet zwei PDF-Exporte:

  • Text-PDF: Das Dokument wird aus dem pseudonymisierten Text neu aufgebaut. Der Text bleibt markierbar; die ursprünglichen Werte sind darin nicht mehr enthalten.
  • Geschwärztes PDF im ursprünglichen Layout: Jede Seite wird in ein Bild umgewandelt, die verborgenen Bereiche werden im Bild geschwärzt, und es bleibt keine Textebene erhalten. Der Text ist daher nicht mehr markierbar, und die Datei ist größer.

In beiden Fällen läuft die Leckprüfung vor dem Export.

Der Wiederherstellungsschlüssel

Im Pseudonymisierungsmodus ersetzt das Tool jede Angabe durch einen Platzhalter, zum Beispiel [PERSON_1]. Die Zuordnung zwischen Platzhaltern und ursprünglichen Werten bildet den Wiederherstellungsschlüssel.

  • Verschlüsselung: AES-GCM mit 256 Bit, über die WebCrypto-Schnittstelle des Browsers.
  • Passphrase: Der Verschlüsselungsschlüssel wird mit PBKDF2-SHA-256 und 600 000 Iterationen aus Ihrer Passphrase abgeleitet.
  • Speicherung: Sie speichern die Schlüsseldatei auf Ihrem Datenträger. Sie können den Schlüssel auch für die Dauer der Sitzung im Browser behalten. Er wird nie gesendet.
  • Wiederherstellung: Fügen Sie auf der Seite Wiederherstellen die Antwort der KI ein, laden Sie den Schlüssel und geben Sie die Passphrase ein. Die ursprünglichen Werte werden auf Ihrem Gerät wieder eingesetzt. Platzhalter, die die KI verändert hat, zum Beispiel [PERSON 1], werden erkannt und gemeldet.

Verlieren Sie den Schlüssel oder vergessen Sie die Passphrase, ist keine Wiederherstellung möglich. Wir haben keine Kopie und können ihn nicht rekonstruieren.

Bewahren Sie den Schlüssel getrennt vom pseudonymisierten Text auf: Diese Trennung schützt die betroffenen Personen.

Pseudonymisierung oder Anonymisierung

  • Pseudonymisierung: Daten werden durch Platzhalter ersetzt, und ein Schlüssel führt zum Original zurück. Für Sie als Inhaber des Schlüssels enthält der pseudonymisierte Text weiterhin personenbezogene Daten, und die DSGVO gilt weiter (DSGVO, Art. 4 Nr. 5 und Erwägungsgrund 26; EDSA, Leitlinien 01/2025 zur Pseudonymisierung, am 16. Januar 2025 zur öffentlichen Konsultation angenommen).
  • Anonymisierung: Es wird kein Schlüssel erzeugt, und die Ersetzungen sind unumkehrbar. Daten sind erst dann anonym, wenn niemand die Person mehr mit vernünftigem Aufwand identifizieren kann, auch nicht durch Verknüpfung mit dem Kontext. Ein Dokument kann ohne einen einzigen Namen identifizierend bleiben: ein seltener Beruf, eine kleine Gemeinde, ein bekanntes Ereignis.

Der Gerichtshof hat klargestellt, dass die Identifizierbarkeit nach den Mitteln beurteilt wird, die jedem Empfänger vernünftigerweise zur Verfügung stehen (Urteil vom 4. September 2025, C-413/23 P). Für Sie ändert das nichts: Sie besitzen den Schlüssel.

Grenzen

  • Keine Erkennung ist lückenlos. Regeln, Listen und KI-Modelle können eine Angabe übersehen oder fälschlich markieren.
  • Die menschliche Durchsicht ist vor jedem Export verpflichtend. Sie lässt sich nicht abschalten.
  • Das Tool prüft den juristischen Inhalt einer KI-Antwort nicht.
  • Die Sicherheit Ihres Geräts, Ihres Browsers und seiner Erweiterungen liegt außerhalb der Reichweite des Tools. Eine Erweiterung kann den Inhalt einer Seite lesen: Verwenden Sie einen aktuellen Browser und beschränken Sie die Erweiterungen auf das Nötige.
  • Die Verarbeitung ist lokal, aber die Seite und ihr Code kommen bei jedem Besuch von unserem Server. Mit den Tests oben prüfen Sie, was sie tun.

KI-Leitlinien der Anwaltskammern

Im Januar 2025 haben die Orde van Vlaamse Balies (OVB) und AVOCATS.BE (Ordre des barreaux francophones et germanophone, die Kammer der französisch- und deutschsprachigen Rechtsanwaltschaften) dieselben Leitlinien für die Nutzung von KI durch Rechtsanwälte veröffentlicht. Im März 2026 hat die Ordre français des avocats du barreau de Bruxelles (OFABB) Kanzleien eine Muster-Charta für die KI-Nutzung vorgeschlagen.

Diese Texte richten sich an Sie: Sie halten sie ein, das Tool unterstützt Sie dabei. Die Tabelle zeigt für jede einschlägige Anforderung, was das Tool leistet und was in Ihrer Verantwortung bleibt. Localex ist nach diesen Leitlinien entwickelt. Weder die OVB noch AVOCATS.BE noch die OFABB haben das Tool geprüft oder empfohlen. Die Zitate sind unsere Übersetzungen.

Was die Texte verlangenWie das Tool hilftWas in Ihrer Verantwortung bleibt
Der Rechtsanwalt pseudonymisiert personenbezogene Daten und gibt keine personenbezogenen Daten in Prompts, Eingaben oder Dokumente für KI-Tools ein (Leitlinien, Punkt 1.2).Erkennung unter anderem von Namen, Adressen, Daten und belgischen Kennnummern, geprüft anhand ihrer Prüfziffern. Alle Kategorien sind standardmäßig angekreuzt. Einheitliche Platzhalter, Kopieren für die KI mit einem Klick, danach lokale Wiederherstellung.Jedes Dokument durchsehen, Fehlendes ergänzen und der KI nur den pseudonymisierten Text vorlegen.
Nie Unterlagen oder Informationen, die dem Berufsgeheimnis oder einer Vertraulichkeitspflicht unterliegen, in ein KI-Tool eingeben, außer in einer geschlossenen Umgebung mit ausreichenden Garantien (Punkt 1.2). Keine KI-Nutzung darf, auch nicht mittelbar, Informationen preisgeben, die dem Berufsgeheimnis unterliegen (Charta der OFABB, Punkt 2).Die Verarbeitung erfolgt auf Ihrem Gerät, KI-Funktionen eingeschlossen: Das Dokument geht an niemanden. Die Analyse des Re-Identifizierungsrisikos (freigeschaltete Funktion) meldet, was mittelbar identifiziert: ein seltener Beruf, eine kleine Gemeinde, ein genauer Betrag.Das Berufsgeheimnis erfasst auch Tatsachen, nicht nur Namen. Beurteilen, ob der pseudonymisierte Text einem externen KI-Tool vorgelegt werden darf und ob dieses Tool die erforderlichen Garantien bietet.
Die Nutzungsbedingungen des KI-Tools sorgfältig prüfen: Training, Übermittlung und Speicherung, Ort der Verarbeitung, offenes oder geschlossenes System, Haftung, Lizenzen (Punkt 1.1). Nur Tools mit ausreichenden Garantien nutzen (Charta der OFABB, Punkt 3).Die Arbeitsweise von Localex ist auf dieser Seite beschrieben und überprüfbar: keine Dokumente gespeichert oder übermittelt, kein Training mit Ihren Dokumenten, Verarbeitung in Ihrem Browser. Siehe auch die Nutzungsbedingungen.Die Bedingungen des externen KI-Tools (ChatGPT, Copilot oder ein anderes) prüfen. Localex bewertet sie nicht.
Die dem KI-Tool vorgelegten Daten begrenzen oder pseudonymisieren; ohne angemessene Garantien darauf verzichten (Charta der OFABB, Punkt 4).Verbergungsoptionen je Kategorie; Verallgemeinerung von Daten, Beträgen und Orten; eine Voreinstellung für die KI-Nutzung und eine für Veröffentlichungen.Den Grad der Verbergung wählen, der zur Akte und zum genutzten KI-Tool passt.
Der Rechtsanwalt überprüft das Ergebnis, einschließlich der angegebenen Quellen (Punkt 1.1). Verpflichtende Durchsicht und kein Kopieren und Einfügen ohne Prüfung (Charta der OFABB, Punkte 6 und 7).Verpflichtende Durchsicht vor dem Export, Leckprüfung, Meldung veränderter Platzhalter bei der Wiederherstellung.Den Inhalt der KI-Antwort prüfen: Argumentation, zitierte Gesetze, Lehre und Rechtsprechung.
Der Rechtsanwalt bleibt stets letztverantwortlich für die Ergebnisse der KI, die er nutzt (Punkt 1.3; Charta der OFABB, Punkt 8). Die KI-Nutzung muss intern erklärt und nachvollzogen werden können (Charta der OFABB, Punkte 2 und 5).Die Pseudonymisierungsbescheinigung (freigeschaltete Funktion) dokumentiert die Verarbeitung ohne jedes personenbezogene Datum: Kategorien, Anzahlen, Strategien, SHA-256-Hash der Datei, Datum und Version des Tools.Für das Ergebnis einstehen und die KI-Nutzung nach den Regeln Ihrer Kanzlei nachvollziehbar machen.
Die Grundlagen der KI und großer Sprachmodelle kennen (Punkt 1.1).Die Ratgeber erklären Pseudonymisierung, Anonymisierung und die Nutzung des Tools mit einer KI.Sich fortbilden, im Rahmen Ihrer Fortbildungspflichten.

Quellen: